Mein Nachname:
Savran
Mein Vorname:
Reyhan
Meine Tel.-Nr.:
+ 49 421 168 99 483
Meine E-Mail:
Schreib mir doch!
Sterntv war bei uns - offener Brief an Günther Jauch
Sehr geehrte Damen und Herren der Politik,
sehr geehrte Damen und Herren der Medien,
liebe Geschäftspartner, Kollegen, Freunde und ehrenamtliche Mitstreiter!

Ihnen allen ist mein Name sowohl beruflich als auch im Zusammenhang mit meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten in den Bereichen Förderung der Bildung, Elternarbeit und Integration ein Begriff.

Nun wurde am 27.10.2010 in der RTL-Sendung

SternTV „Integration - Schafft sich Deutschland tatsächlich ab?“ von und mit Günther Jauch

in einem Filmbeitrag als Einleitung zu einer Diskussionsrunde u.a. mit Thilo Sarrazin neben anderen auch über mich und meine private Umgebung berichtet.

In dem Filmbeitrag wird durch falsche Tatsachenbehauptungen sowie den Filmbeitrag begleitende, gezielte doppeldeutige Kommentare beim Zuschauer ein völlig verzerrtes Bild von meiner Familie erzeugt. Sie wird als mustergültiges dafür erklärt, wie Integration in Deutschland nicht gelingen kann.

Aufgrund dieses Filmbeitrags sehe ich meine durch das Grundgesetz geschützten Persönlichkeitsrechte dringend gefährdet. Bisherige Proteste bei den Verantwortlichen der Sendung haben nicht leider nicht gefruchtet. Ich habe deshalb bereits juristische Maßnahmen eingeleitet.

Um drohenden Schaden von meiner Persönlichkeit, meiner Familie sowie allen mit mir in Berührung kommenden Personen und Institutionen abzuwenden, habe ich das dringende Bedürfnis, die nachfolgende Richtigstellung zu veröffentlichen.

Die Vertreter der Medien möchte ich höflichst bitten, diese bei Ihrer Berichterstattung entsprechend und zeitnah zu berücksichtigen.

Meine Kunden, Kollegen, Freunde sowie ehrenamtlichen Mitstreiter möchte ich bitten, die nachfolgend aufgeführten Informationen aufzunehmen und das „verzerrte“ Bild von mir wieder gerade zu biegen.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen/euch gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Reyhan Savran

Kontakt: Daniel-von-Büren-Str. 23, 28195 Bremen - Tel: 0421 – 168 99 483 - reyhan.savran@t-online.de

Mitglied im Bremer Rat für Integration
Mitglied in den Arbeitsgruppen „Bildung“ und „Zusammenleben fördern“
Gründungsmitglied und Vorsitzender Türkischer Elternverein in Bremen e.V.
Gründungsmitglied „Förderverein Neue Oberschule Gröpelingen“, Bremen
Mitglied im Projektbeirat „Neue Oberschule Gröpelingen“, Bremen,
Elternsprecher Gymnasium-Klasse 7A1, SZ Waller Ring, Bremen,
Elternsprecher KiTA Am Nonneberg, Bremen
Gründungsmitglied Sprachenrat, Bremen
Mitglied der AG Interkulturelles Lernen im GEW, Bremen
Mitglied im Zentralelternbeirat, Bremen,
Mitglied im ZEBis (Förderverein des ZEB)
Gründungsmitglied Kommission „Muttersprache Türkisch“
Mitglied im „Forum Gewaltprävention“, Bremen
Mitglied im Förderkreis Jacobs University
Projektpartner: Senatorin für Bildung Bremen, Senatorin für Soziales Bremen,
Türkisches Honorarkonsulat Bremen, Jacobs University Bremen, Deutscher Volkshochschulverband e.V., Der Paritätische Bremen,
Rotes Kreuz Bremen, AÇEV-Stiftung Ankara, Wabeq Bremen

und noch weitere unzählige Einzelaktivitäten in über 25 Jahren ehrenamtliche Tätigkeit


Reyhan Savran - Richtigstellung


An die deutsche Öffentlichkeit und alle Akteure, die an einer ehrlichen, fairen und an lösungsorientierten Debatte im Zusammenhang mit dem Thema Integration interessiert sind!


Am 27.10.2010 wurde in der RTL-Sendung

SternTV „Integration - Schafft sich Deutschland tatsächlich ab?“ von und mit Günther Jauch


in einem Filmbeitrag als Einleitung zu einer Diskussionsrunde u.a. mit Thilo Sarrazin neben anderen auch über meine Person und meine Familie berichtet.

In dem besagten Filmbeitrag wird u.a. behauptet:

1. Familiensonntag der Familie Koçak
2. Ich darf am Frauentisch platz nehmen und ein paar Fragen stellen
3. Die Familie bleibt unter sich, auch bei der Partnerwahl
4. Onkel Reyhan Savran hat eine Ehe gestiftet

Hierzu stelle ich fest:

1. Es gab keinen Familiensonntag. Die Aufnahmen wurden am Samstag, den 23.10.2010 in der Zeit von 17.00 bis 20.00 Uhr gemacht. Die Familie kam auf ausdrücklichen Wunsch von Sterntv zusammen.

2. Es gab keinen Frauentisch, an dem die Reporterin Platz nehmen und ein paar Fragen stellen durfte.

3. Unsere Familie bleibt bei der Partnerwahl nicht unter sich. Mehrere Mitglieder meiner Familie haben eine Deutsche zur Ehefrau bzw. als Partnerin. Eine dieser Frauen saß während der Aufnahme mit am Tisch.
In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass freie Partnerwahl ein Menschenrecht ist und Integration nicht daran gemessen werden kann, wen die Menschen sich zum Partner nehmen.

4. Die Ehe zwischen meinem Cousin Ahmet und Yasemin habe ich nicht gestiftet. Ich habe innerhalb der Familie lediglich die Idee in den Raum geworfen, die beiden könnten ganz gut zusammenpassen. Im Deutschen nennt man das schlicht „Verkuppeln“. Wenn dabei als Ergebnis eine glückliche Ehe als Basis für eine solide Familie heraus kommt, in die beide Seiten aus freien Stücken einwilligen, wen soll das stören?

Ich stelle darüber hinaus fest:

1. In dem Filmbeitrag wird mit medialen Tricks gearbeitet, mit dem Ziel, die Zuschauer zu beeinflussen.
So ist die Einleitung des Filmbeitrags von „kitschiger“ türkischer Musik begleitet, obwohl während der fast drei Stunden dauernden Aufnahmen nicht eine Minute Musik lief!

2. Durch gezielte, den Filmbeitrag begleitende, doppeldeutige Bemerkungen wird bei dem Zuschauer ein falscher Eindruck über mich und meine Familie erweckt.

3. Es werden drei Frauen gezeigt, von denen zwei die deutsche Sprache wenig beherrschen. Es wird jedoch verschwiegen, dass diese Frauen lernbehindert (Dyslexie) sind. Es wird weiterhin verschwiegen, dass diese Frauen die einzigen Mitglieder in der Familie sind, die wenig deutsch sprechen.

4. Durch entsprechende Kommentare („Ein Stück Türkei mitten in Deutschland“, „1. Kind kommt in zwei Monaten“) werden gezielt vorhandene negative Klischees in den Köpfen der Mehrheitsgesellschaft bedient.

5. Im Gegensatz zu den zuvor gezeigten zwei Familien werden überhaupt keine Angaben über weitere Kriterien (Bildungsstand, Tätigkeiten, Einkommensverhältnisse, usw.) gemacht, an den eine gelungene Integration tatsächlich zu messen ist. So wird dem Zuschauer suggeriert, dass meine Familie nicht integriert sei.


Letztendlich stelle ich entgegen dem in dem Filmbeitrag erzeugten Bild fest, dass meine Familie mit allen ihren Mitgliedern in Deutschland angekommen und integriert ist!


Erlauben Sie mir an dieser Stelle zu schildern, wie der Filmbeitrag zustande gekommen ist:

Anfang Oktober wurde im ZIS (Zentrum für Interkulturelle Studien) in Bremen-Gröpelingen, die u.a. auch Integrationskurse veranstaltet, die Reporterin Raschel Blufarb von Sterntv vorstellig. Sie gab an, auf der Suche zu sein nach erfolgreichen Teilnehmern, die einen Integrationskurs besuchen. Daraufhin durfte sie sich in einem laufenden Integrationskurs vorstellen und geeignet erscheinende Teilnehmer ansprechen. Die Reporterin sprach mit einigen Kursteilnehmern, darunter auch mit meinem Cousin Ahmet Koçak. Sie sagte meinem Cousin, er sei Ihnen besonders positiv aufgefallen, weil er schon gut deutsch spreche, obwohl er erst seit kurzem in Deutschland sei und weil er neben dem Kurs auch noch arbeiten würde, um keine staatlichen Leistungen in Anspruch zu nehmen. Er wurde angefragt, ob er sich vorstellen könne, dass über ihn im Fernsehen berichtet wird. Dazu müsse man aber zu ihm in die Wohnung kommen. Er würde hierfür auch 1.000,00 Euro Geld bekommen. Er erklärte sich hierzu bereit. Es wurde mit Yasemin, der Frau meines Cousins, vereinbart, dass man sich am Samstag, den 23.10.2010 um 17.00 Uhr bei ihnen in der Wohnung trifft. Die Reporterin fragte an, ob es möglich wäre, ein „Familientreffen“ zu organisieren. Die beiden dachten an nichts Böses und luden die gesamte Verwandtschaft ein. Während der Filmaufnahmen befanden sich zeitweise bis zu 30 Personen in der Wohnung. Die Reporterin kam pünktlich um 17.00 Uhr zusammen mit zwei Kollegen. Sie blieben mehr als drei Stunden, filmten über die gesamte Zeit, es wurde in lockerer Runde über Gott und die Welt und alles Mögliche gesprochen.

Zu Beginn der Aufnahmen wurde ich durch die Reporterin gefragt, warum wir denn so offen seien. Die anderen Familien sein alle sehr verschlossen gewesen. Diese Frage hatte mich überrascht. Ich sagte ihr, dass wir zum einem nichts zu verstecken haben und zum anderen ihr oder besser gesagt dem großen Fernsehmann Günther Jauch vertrauen würden. Vertrauen darauf, dass das von uns gesagte Wort nicht im Mund umgedreht wird und dass unsere tatsächlichen Lebensumstände nicht verdreht werden.

Im Nachhinein habe ich erfahren, dass wir die einzige Familie in Bremen gewesen sind, die ein Besuch des Sterntv-Teams bei sich zuhause akzeptiert hat.

Ich musste mir durch die Kursleiterin beim ZIS berichten lassen, dass dieses Team es förmlich auf eine religiöse Familie abgesehen hatte. So habe die Reporterin eine ältere weibliche Kursteilnehmerin ohne Kopftuch, deren Tochter studiert und ebenfalls kein Kopftuch trägt, mit dem Kommentar abgelehnt, dass sie zu gut sei.

Das Ergebnis hat ja nun die ganze Republik gesehen!

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Sofern auch Sie der Meinung sind, dass meine Familie integriert ist, würde ich mich freuen, wenn Sie dies an die Verantwortlichen von Sterntv (Kontaktdaten siehe unten) in geeigneter Weise zeitnah mitteilen würden.

info@sterntv.de
jauch@sterntv.de
zaik@sterntv.de
euler@sterntv.de
blufarb@sterntv.de (das ist die Reporterin, die bei uns war)

Telefonnummern:
Redaktion: 0221- 9 51 59 90, Andreas Zaik (Chefredakteur)
Raschel Blufarb: 04193-892893, 0172 – 2529478
Stefan Euler: 0172-5288541 (Vorgesetzte der Reporterin Raschel Blufarb)

Produktionsfirma:
I & U Information und Unterhaltung TV Produktion GmbH & Co. KG (Alleingesellschafter ist Günther Jauch!)
Hohenzollernring 89-93
50672 Köln
Fax: 02 21 - 5 10 10 28

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